RAAM-Quali und ein Weltrekord!
16. July 2017 - Max Kitzinger (Bild links unten und Mitte) und Walter Pöll (Bild rechts) heissen unsere Langstreckenheroes: Ersterer quälte sich in über 43 Stunden auf der 1000 Kilometer langen und mit irrwitzigen 18000 Höhenmetern gespickten Glockner Ultra-Distanz, die als Quali für das RAAM gilt und wurde 2. in der Altersklasse!
Zweiterer stellte einen neuen Weltrekord im 24-Stunden Solofahren in der Kategorie 50+ auf! Er übertraf den alten Rekord mit 738 gefahrenen Kilometeren dabei um 22 km. Wir gratulieren den Beiden recht herzlich!

Hier der Bericht von Max:

Beim Start in Graz habe ich mir vorgenommen, nicht zu schnell wegzufahren, was mir recht gut gelungen ist. Ich habe mir immer wieder überlegt, ob ich zu schnell bin, weil ich mehrere Fahrer überholt habe. Jedoch handelte es sich bei den meisten um Fahrer des Glocknerman Classic (Anm: die kürzere Distanz übger 888km) Das Wetter war heiß und hat uns allen zu schaffen gemacht. Auf flachem Terrain zu fahren ist meine Lieblingsdisziplin und ich war schnell unterwegs. Erst über die Soboth begann ich wieder ruhig und gleichmäßig zu fahren. Dort haben mich einige Fahrer überholt, auch eine RAAM-Finisherin ist an mir vorbeigezogen. Bei der Abfahrt habe ich die erste Kehre zu flott genommen und wäre fast über die Mittellinie gekommen. Somit war Vorsicht bei den Abfahrten ab jetzt höchste Pflicht und nicht einfach nur schnellstmöglich abzufahren. So ging es weiter bis Winklern, im Flachen relativ flott, bergauf bedachtsam. In Winklern hat uns dann das erste Gewitter mit Starkregen erwischt und über den Iselsberg ist uns nur ein Auto entgegengekommen. Das Wasser schoss uns zentimeterhoch auf der Straße entgegen. Richtung Hermagor hat sich das Wetter gebessert und durch das Lesachtal war die Straße wieder trocken. Kurz vor Silian zog ich mir trockene Kleidung an und in Winklern schlief ich laut Crew 13 Minuten lang. Nach dieser Pause ging es auf den Großglockner, wobei kurz nach Heiligenblut wieder Regen einsetzte, der sich nach dem Hochtor bei einer Temperatur von etwa 6 Grad zu Starkregen wandelte. Die Abfahrt von der Edelweißspitze nach Bruck war aufgrund der Verhältnisse kein Genuss. Die zweite Auffahrt retour auf den Glockner war Großteils ohne Niederschlag. Bei der Abfahrt nach Heiligenblut war der Spaßfaktor inkludiert, was trockene Fahrbahnverhältnisse und Rückenwind bis Winklern bedeutete, sodass ich talauswärts mit 55 bis 60 km/h unterwegs war. In Winklern verordnete mir mein Team eine zweite Schlafpause (mit 12 Minuten).
Dann ging es wieder zurück nach Spital. Vor der Windische Höhe, welche ich als problemlos empfand, hatte ich großen Respekt. Die Abtei war schwieriger als gedacht und mit der Müdigkeit in der zweiten Nacht kämpfend bin ich zur Soboth geradelt. Gefühlsmäßig bin ich hinaufgeflogen, so gut ist es mir am letzten Berg gegangen - in der Abfahrt habe mit der Müdigkeit gekämpft. Ab Eibiswald startete meine Paradedisziplin. Gegen Ende des Rennens drückte ich so richtig aufs Gas und bin auf das vor mir fahrende 2er-Team aufgefahren. Auch die RAAM-Finisherin war wieder in Sichtweite. Im Hinblick auf den geplanten Start in Grieskirchen verzichtete ich jedoch darauf, eine Aufholjagd zu starten.
Ergebnis gesamt: Rang 5, Altersklasse: Rang 2 !!
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